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Zur Gemeinde Felixsee gehören die Ortsteile
Bloischdorf, Bohsdorf, Friedrichshain, Klein Loitz und
Reuthen.




OT
Bloischdorf


 Die Gegend ist geprägt durch eine leicht gewellte Hügellandschaft. Bloischdorf schmiegt sich
idyllisch an den eiszeitlichen Endmoränenzug „Niederlausitzer Grenzwall“ mit dem
162 Meter hohen Mühlberg. Der historischen Struktur nach ein Gutsbauerndorf mit
Kolonie, ist der Ort eine der ältesten Ansiedlungen der Region. Die erste
urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1296. Der Ortsname ist sorbischen
Ursprungs und geht wahrscheinlich auf einen Eigennamen zurück.

Interessant ist in Bloischdorf die Museumsscheune. Diese findet man in historischer Bausubstanz aus dem Jahre 1880, die mit viel Fleiß, Mühe und Einsatz finanzieller Mittel zu
einem Kleinod entwickelt wurde, in dem sowohl Kultur- als auch Museumsfreunde
eine Identität finden. Im Museum sind thematisch wechselnde Ausstellungen rund
um das ländliche Leben, Wohnen und Arbeiten, unter Berücksichtigung der
sorbischen Kultur, zu sehen. Thematische Kulturveranstaltungen finden zunehmend
ein interessiertes Publikum über die Grenzen der Region hinaus. Verlockend für
Reitausflüge und Wanderungen ist die waldreiche Landschaft mit ihren reizvollen
Heideflächen.

Das dorfgemeinschaftliche Leben wird maßgeblich von der im Jahr 1934 gegründeten
Feuerwehr, vom Jugendklub und von der Ortsgruppe der Volkssolidarität getragen.
Auch das Gymnastikangebot ist bei den Dorfbewohnern beliebt. Veranstaltungen wie
das Vogelschießen, eine Weihnachtsfeier oder das traditionelle Zampern sorgen in
Bloischdorf für ein geselliges Dorfleben.


www.bloischdorf.de


OT
Bohsdorf


 

Bohsdorf mit seinen ca. 660 Einwohnern in den Gemeindeteilen Dorf und Vorwerk liegt amNordwesthang des Muskauer Faltenbogens. Natürliche Schluchten und ehemalige Tagebaurestmulden prägen eine einzigartige Landschaft. Das umliegende 21 ha große
Naturschutzgebiet Fasanerie, ein Feuchtbiotop mit Mischwaldbestand, ist
Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen.

In der näheren Umgebung wurde zwischen 1850 und 1960 Braunkohle unter Tage als auch im Tagebau abgebaut. „Folge“ dieser bergbaulichen Inanspruchnahme ist u.a. der heutige,
nach der ehemaligen Grube „Felix“ benannte Felixsee. Beginnend in den 70er
Jahren entstand an seinem Ufer eine Bungalowsiedlung. Seit Oktober 2004 ist ein
Aussichtsturm (36 m hoch; mehr als 160 Stufen) das „Wahrzeichen“.
Von der obersten Plattform bietet sich ein einzigartiger Ausblick auf die
Lausitzer Waldlandschaft, den Verlauf des Muskauer Faltenbogens mit seinen
Schluchten und Giesern. Bei guter Fernsicht sind selbst die Höhenzüge des
Riesengebirges erkennbar.

Besonders stolz sind die Bewohner des Ortes auf ihre Geschichte, die durch den hier gebürtigen Schriftsteller Erwin Strittmatter geprägt ist. In einem seiner Romane nennt er
den Ort Bossdom. Anziehungspunkt für viele Besucher ist „Der Laden“, der am
31.10.1999 im Elternhaus wieder eröffnete. Hier wurde auch ein kleines Museum
mit interessantem Anschauungsmaterial eingerichtet. Am 29.01.2000 wurde der
ehemalige Dorfkonsum nach Um- und Ausbauarbeiten als Begegnungsstätte „Unter
Eechen“ dem 1996 gegründeten Strittmatter-Verein übergeben. Im unteren Teil hat
der Billardverein sein Revier bezogen. Weiterhin gibt es in Bohsdorf ein gut
erhaltenes Umgebindehaus aus dem Jahr 1819. Im Ortsteil Vorwerk erinnert eine
Tafel am Geburtshaus von Carl Klinke an den Bergmann, der im deutsch-dänischen
Krieg 1864 beim Sturm auf die Düppeler Schanze Nr. II ums Leben kam.

Träger des kulturellen Lebens ist der Dorfclub. In seiner Regie wird seit 1978 im Mai das
traditionelle und überregional bekannte Blütenfest durchgeführt. Auch der
Jugendclub sorgt für Aktivitäten im Dorf. Für die Jüngsten wurde im ehemaligen
Gutshaus eine Kindertagesstätte eingerichtet. In beiden Ortsteilen kann
ausgiebig gefeiert und gespeist werden. Hierzu laden einige Gasstätten und
Biergärten ein.


 

OT
Friedrichshain


Friedrichshain mit seinen knapp 800 Einwohnern hat eine vergleichsweise junge Geschichte. Wo sich heute der Ort erstreckt, wuchs lange nur Wald. 1776 kaufte George Michael
Helbig, Kammerrat am sächsischen Hof, in der Reuthenschen Heide 20 ha Heideland,
um darauf eine Glashütte zu errichten. Friedrichshain war geboren. Damit
unterscheidet es sich von allen anderen Gemeinden der Umgebung, die wesentlich
älter sind. Ihren Namen erhielt die ehemalige Glasmachergemeinde zu Ehren des
sächsischen Kurfürsten Friedrich August III., dem späteren König Friedrich
August I.

Die wichtigen Rohstoffe für die Glaserzeugung, feiner Sand und Holz als Brennmaterial, waren
zunächst reichlich vorhanden. Später kam dann die Braunkohle als Energiequelle
hinzu. 1843 war im Nachbarort Wolfshain die Kohlegrube Julius gegründet worden,
die bald auch in der Friedrichshainer Gemarkung Braunkohle förderte. Nach der
Inbetriebnahme war das Schicksal der Glashütte sehr wechselhaft. Bis 1990
produzierte sie die verschiedensten Glasartikel. Die bekannten Weckgläser waren
über Jahrzehnte ein wichtiges Exportgut des Betriebes. In den 60er Jahren des
20. Jahrhunderts wurden hier die ersten Fernsehbildschirme der DDR
erzeugt.

Friedrichshain ist ein Ort inmitten grüner, pilzreicher Kiefernwälder. Sein Antlitz verdankt die
gesamte Gegend vor allem den Inlandeis- und Schmelzwassermassen des letzten
Eiszeitalters. Der Ort  hat Anteil am Naturschutzgebiet „Faltenbogen südlich von
Döbern“. Die reichhaltige Flora und Fauna, darunter seltene Pflanzen wie
Orchideen und Wintergrünarten, können erkundet werden. Die Bergbautour und die
Glastour bieten interessante Details.

Das ehemalige Gutshaus beherbergt heute die Kindertagesstätte. Hier finden die Jüngsten
ausgezeichnete Lern- und Spielmöglichkeiten vor. Die Feuerwehr wurde 1912
gegründet, sie spielt im kulturellen Leben eine beachtliche Rolle. Durch ihre
Initiative wurde das mit Wasser gefüllte Rondell, nahe dem Jugendclub, wieder
hergerichtet. In den Wintermonaten können hier die Schlittschuhe angeschnallt
werden. Im Sportverein sind besonders der Kegel- und der Fußballsport
hervorzuheben. Die Mitglieder des Karnevalsvereins sorgen in der Faschingszeit
mit ihren Veranstaltungen für Frohsinn und gute Laune. Der Jugendclub beteiligt
sich aktiv am Dorfleben und richtet verschiedene Feste und Feierlichkeiten aus.
Jährlich wird von ihm der in der Region bekannte Night-Soccer-Cup organisiert
und durchgeführt. Für die älteren Bürger bereitet die Volkssolidarität Stunden
der Unterhaltung und des gemütlichen Beisammenseins vor. Freude und Entspannung
beim Gesang finden die Mitglieder des Frauenchors. In den Sälen der  Kulturinsel
erfreuen regelmäßige Veranstaltungen das
Publikum.


 

OT Klein Loitz


Am Rande des
Landschafts- und Naturschutzgebietes Reuthener Moor liegt Klein Loitz. Waldreichtum und sanfte Hügellandschaft prägen die Gegend. Die Ursprünglichkeit der Landschaft und Vegetation ist bis heute erhalten geblieben, da die Gemarkung nicht unmittelbar vom umliegenden Braunkohlebergbau betroffen war. Naturfreunde finden viel Ruhe in der schönen Landschaft. Klein Loitz ist ca. 668 ha groß.Eine Reihe von neu entstandenen Eigenheimen weist darauf hin, dass neue Bürger die idyllische Lage des Ortes schätzen. Bemerkenswert sind die alten Blockhäuser, die im Kontrast zu den neuen und schmucken Einfamilienhäusern stehen. Sie dokumentieren noch heute die bescheidene Bauweise von vor 200 Jahren.1650 wird Klein Loitz erstmals mit sechs Bauernhöfen erwähnt. Das Herrenhaus wurde Ende des 17. Jahrhunderts erbaut und in der Folgezeit erweitert. Im Inneren des Gebäudes sind nach Umbauarbeiten Eichenpaneele und ein großer alter Ofen erhalten geblieben.
Der Park bietet sich für einen ruhigen Spaziergang an. Der unverkennbar alte Baumbestand und drei künstlich angelegte Teiche geben ihm eine ganz besondere Note. Liebhaber von Wildspezialitäten kommen in Klein Loitz ebenfalls auf ihre Kosten. Das „Jagdhaus“ bietet hierzu ein reichhaltiges Angebot.Vor dem Herrenhaus steht eine über 100 Jahre alte Dorfuhr, die nicht das einzige Relikt aus längst vergangen Zeiten ist. Dahinter befindet sich eine kleine Anlage in der es sich lohnt, eine Rast einzulegen. Sehenswert ist ebenfalls die aus dem Jahre 1915 stammende „Franzosenbank“, erbaut von auf dem Klein Loitzer Gut arbeitenden französischen Kriegsgefangenen. Ebenfalls sehenswert ist der „Finkenstein“, der an der Fahrradstraße zwischen Friedrichshain und Reuthen zu finden ist.


OT
Reuthen

 

Reuthen liegt versteckt hinter Eichen und Buchen, zwischen Spremberg und Bad Muskau inmitten einer reizvollen Umgebung. Der durch seinen Park bekannte Ort liegt am Fuße des
Spitzberges (Brandberg), der zweitgrößten Erhebung auf dem Niederlausitzer
Grenzwall. Im Westen grenzt Reuthen an eine flachhügelige unbewaldete Fläche.
Alle anderen Seiten werden durch Laub- und Mischwälder aus zum Teil sehr alten
Buchen und Eichen begrenzt. Sehenswert ist der ca. 38 ha große Landschaftspark,
der mit Skulpturen das Naturleben sowie die Begebenheiten der
Menschheitsgeschichte veranschaulicht. Der Naturfreund kann hier verschiedene
Laubgehölze zum Beispiel Stiel-, Rot- und Goldeichen, Buchen, Ahornarten, Linden
und Freilandazaleen vorfinden. Auf dem Dorfanger sind Reste einer
mittelalterlichen Kirche erkennbar. Großen Zuspruch findet das alljährliche
Reit- und Springturnier. Die ca. 4 ha große Reitanlage wurde im Reuthener Park
angelegt.

Allgemein bekannt ist das 50 ha große Naturschutzgebiet „Reuthener Moor“ im westlichen
Endmoränenkomplex des Muskauer Faltenbogens. Das gesamte Naturschutzgebiet
erstreckt sich auf einer Fläche von rund 80 ha und umfasst Teile der Gemarkungen
Reuthen und Friedrichshain. Bisher ließen sich hier 75 Käferarten und über 450
Schmetterlingsarten nachweisen.


www.reuthen.de

Weitere Informationen erhalten Sie auch unter
www.strittmatter-land.de